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* ドイツ語学習会 in Nagoya
一 内容・日時 一般の方・初心者歓迎
初級 4月23日(土)11時より約1.5時間
簡単な読物: 復活祭の起源、民謡など
中級 4月23日(土)12時30分より約1.5時間
ゲーテの代表作で世界的名著とされている「ファウスト」をじっくり読みます。
入門 4月23日(土)14時30分より約60分
全くの初歩、アルファベットと発音から始めます。
一 会場 ともに、中京大学八事キャンパス(名古屋市昭和区、詳しくはお問合せ下さい)
一 講師 並木 武(元愛媛大学教授)
一 資料代 実費(500円程度、会員無料)
一 連絡先 電話:080-4222-6670(ソフトバンク)
一 主催 日本・ドイツ語圏文化交流協会
463-0068 名古屋市守山区瀬古2-306 公団8-604
* はじめて参加される方は電話にてお申込みください。
* テキスト
初級
Kein Feuer, keine Kohle
Kann brennen so heiß,
Als heimlich stille Liebe
Von der niemand nichts weiß.
Keine Rose, keine Nelke
Kann blühen so schön,
Als wenn zwei verliebte Herzen
Bei einander tun stehn.
(Wie´s Waldvöglein singt
wenn´s der Frühling anweht
so dringt mir in´s Herze
deine liebliche Red´)
Setz du mir einen Spiegel
Ins Herz hinein,
Daß du kannst darinnen sehen,
Wie so treu ich es mein
(Und der Spiegel wird´s weisen
es ist nichts darin
als Liebe und Treue
und ein ehrlicher Sinn)
Text und Musik: anonym - aus dem 18. Jahrhundert . die 3. Strophe wurde später von E. Fentsch und die 5. Strophe von L. Stené hinzugedichtet zuerst bei Büsching und von der Hagen : Sammlung deutscher Volkslieder (1807)
1. Es, es, es und es,
Es ist ein harter Schluß,
Weil, weil, weil und weil,
Weil ich aus Frankfurt muß!
Drum schlag ich Frankfurt aus dem Sinn
Und wende mich Gott weiß wohin.
Ich will mein Glück probieren,
Marschieren.
2. |: Er, er, er und er,
Herr Meister, leb er wohl ! :|
Ich sag's ihm grad frei in's Gesicht,
Seine Arbeit, die gefällt mir nicht.
Ich will mein Glück probieren,
Marschieren.
3. |: Sie, sie, sie und sie,
Frau Meistrin leb sie wohl ! :|
Ich sag's ihr grad frei in's Gesicht,
Ihr Speck und Kraut, das schmeckt mir nicht
Ich will mein Glück probieren,
Marschieren.
4. |: Er, er, er und er,
Herr Wirt, nun leb er wohl ! :|
Hätt er die Kreid nicht doppelt geschrieben,
Wär ich noch länger dageblieben
Ich will mein Glück probieren,
Marschieren.
5. |: Ihr, ihr, ihr und ihr,
Ihr Jungfern lebet wohl ! :|
Ich wünsch' euch all'n zu guter letzt,
Einen andern, der mein' Stell’ ersetzt.
Ich will mein Glück probieren,
Marschieren.
6. |: Ihr, ihr, ihr und ihr,
Ihr Brüder lebet wohl ! :|
Hab ich euch was zuleid getan
So bitt' ich um Verzeihung an.
Ich will mein Glück probieren,
Marschieren.
Und, und, und und und,
Und ward zu guter Letzt,
Auch, auch, auch und auch
Ein Hund auf mich gehetzt.
Dem Kerl setz' ich auf den Türenknauf
Des nachts was warmes, weiches drauf.
Ich will mein Glück probieren,
Marschieren.
Wenn ich ein Vöglein wär'
Und auch zwei Flüglein hätt',
Flög' ich zu dir.
|: Weil's aber nicht kann sein, :|
Bleib' ich allhier.
中級
Faust Eine Tragödie
Zueignung
Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten,
Die früh sich einst dem trüben Blick gezeigt.
Versuch’ ich wohl, euch diesmal festzuhalten?
Fühl’ ich mein Herz noch jenem Wahn geneigt?
Ihr drängt euch zu! Nun gut, so mögt ihr walten,
Wie ihr aus Dunst und Nebel um mich steigt;
Mein Busen fühlt sich jugendlich erschüttert
Vom Zauberhauch, der euren Zug umwittert.
Ihr bringt mit euch die Bilder froher Tage,
Und manche liebe Schatten steigen auf;
Gleich einer alten, halbverklungnen Sage
Kommt erste Lieb’ und Freundschaft mit herauf;
Der Schmerz wird neu, es wiederholt die Klage
Des Lebens labyrinthisch irren Lauf
Und nennt die Guten, die, um schöne Stunden
Vom Glück getäuscht, vor mir hinweg geschwunden.
Sie hören nicht die folgenden Gesänge,
Die Seelen, denen ich die ersten sang;
Zerstoben ist das freundliche Gedränge,
Verklungen, ach! Der erste Widerklang.
Mein Leid ertönt der unbekannten Menge,
Ihr Beifall selbst macht meinem Herzen bang,
Und was sich sonst an meinem Lied erfreuet,
Wenn es noch lebt, irrt in der Welt zerstreuet.
Und mich ergreift ein längst entwöhntes Sehnen
Nach jenem stillen, ernsten Geisterreich,
Es schwebet nun in unbestimmten Tönen
Mein lispelnd Lied, der Äolsharfe gleich,
Ein Schauer fasst mich, Träne folgt den Tränen,
Das strenge Herz, es fühlt sich mild und weich;
Was ich besitze, seh’ ich wie im Weiten,
Und was verschwand, wird mir zu Wirklichkeiten.
Vorspiel auf dem Theater
Direktor. Theaterdichter. Lustige Person.
Direktor.
Ihr beiden, die ihr mir so oft,
In Not und Trübsal, beigestanden,
Sagt, was ihr wohl in deutschen Landen
Von unsrer Unternehmung hofft?
Ich wünschte sehr, der Menge zu behagen,
Besonders weil sie lebt und leben lässt.
Die Pfosten sind, die Bretter aufgeschlagen,
Und jedermann erwartet sich ein Fest.
Sie sitzen schon mit hohen Augenbraunen
Gelassen da und möchten gern erstaunen.
Ich weiß, wie man den Geist des Volks versöhnt;
Doch so verlegen bin ich nie gewesen;
Zwar sind sie an das Beste nicht gewöhnt,
Allein sie haben schrecklich viel gelesen.
Wie machen wir’s, dass alles frisch und neu
Und mit Bedeutung auch gefällig sei?
Denn freilich mag ich gern die Menge sehen,
Wenn sich der Strom nach unsrer Bude drängt
Und mit gewaltig wiederholten Wehen
Sich durch die enge Gnadenpforte zwängt,
Bei hellem Tage, schon vor vieren,
Mit Stößen sich bis an die Kasse ficht
Und, wie in Hungersnot um Brot an Bäckertüren,
Um ein Billet sich fast die Hälse bricht.
Dies Wunder wirkt auf so verschiedne Leute
Der Dichter nur; mein Freund, o tu es heute!
Dichter.
O sprich mir nicht von jener bunten Menge,
Bei deren Anblick uns der Geist entflieht.
Verhülle mir das wogende Gedränge,
Das wider Willen uns zum Strudel zieht.
Nein, führe mich zur stillen Himmelsenge,
Wo nur dem Dichter reine Freude blüht,
Wo Lieb’ und Freundschaft unsres Herzens Segen
Mit Götterhand erschaffen und erpflegen.
Ach, was in tiefer Brust uns da entsprungen,
Was sich die Lippe schüchtern vorgelallt,
Missraten jetzt und jetzt vielleicht gelungen,
Verschlingt des wilden Augenblicks Gewalt.
Oft, wenn es erst durch Jahre durchgedrungen,
Erscheint es in vollendeter Gestalt.
Was glänzt, ist für den Augenblick geboren;
Das Echte bleibt der Nachwelt unverloren.
Lustige Person.
Wenn ich nur nichts von Nachwelt hören sollte.
Gesetzt, dass ich von Nachwelt reden wollte,
Wer machte denn der Mitwelt Spaß?
Den will sie doch und soll ihn haben.
Die Gegenwart von einem braven Knaben
Ist, dächt’ ich, immer auch schon was
Wer sich behaglich mitzuteilen weiß,
Den wird des Volkes Laune nicht erbittern;
Er wünscht sich einen großen Kreis,
Um ihn gewisser zu erschüttern.
Drum seid nur brav und zeigt euch musterhaft,
Lasst Phantasie, mit allen ihren Chören,
Vernunft, Verstand, Empfindung, Leidenschaft,
Doch, merkt euch wohl, nicht ohne Narrheit hören!
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