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* ドイツ語学習会 in Nagoya
一 内容・日時
初級 1月9日(土)11時より約1.5時間
易しい読物と文法。Heine: Der Tannhäuser(その3)、旧東独紹介など
中級 1月9日(土)12時30分より約1.5時間
シラー生誕250年記念:戯曲『ウイリアム・テル』(Wilhelm Tell)−その13− を楽しく読みます。
一 会場 ともに、あいち国際交流プラザ小交流室(名古屋市中区三の丸2-6-1)
一 講師 並木 武(元愛媛大学教授)
一 資料代 実費(500円程度、会員無料) 一般の方・初心者の方の参加歓迎
一 主催 日本・ドイツ語圏文化交流協会
一 連絡先 電話:080-4222-6670(ソフトバンク)
463-0068 名古屋市守山区瀬古2-306 公団8-604
* はじめて参加される方は電話にてお申込みください。
テキスト(下記によりコピーしていただくか、住所・氏名・電話番号等を付して電子メールか返信用封筒同封(80円切手貼付)でお申込み下さい)
* 古書・資料・LP・テープ・CD交換・貸借・売買掲示板:ハイネ、ドイツその他世界の文学・芸術、歴史・地理・哲学・思想、事典・辞書等 和書/原書多数:
http://8517.teacup.com/heinebooksbuecher/bbs
* 初級(下記+当日配布)
Der RitterTannhäuser er wandelt so rasch,
Die Füße, die wurden ihm wunde.
Er kam zurück in den Venusberg
Wohl um die Mitternachtstunde.
Frau Venus erwachte aus dem Schlaf’,
Ist schnell aus dem Bette gesprungen;
Sie hat mit ihrem weißen Arm’
Den geliebten Mann umschlungen.
Aus ihrer Nase rann das Blut,
Den Augen die Tränen entflossen;
Sie hat mit Tränen und Blut das Gesicht
Des geliebten Mannes begossen.
Der Ritter legte sich ins Bett,
Er hat kein Wort gesprochen.
Frau Venus in die Küche ging,
Um ihm eine Suppe zu kochen.
Sie gab ihm Suppe, sie gab ihm Brot,
Sie wusch seine wunden Füße,
Sie kämmte ihm das struppige Haar,
Und lachte dabei so süße.
„Tannhäuser, edler Ritter mein,
Bist lange ausgeblieben,
Sag’ an, in welchen Landen du dich
So lange herumgetrieben?“
Frau Venus, meine schöne Frau,
Ich hab’ in Welschland verweilet;
Ich hatte Geschäfte in Rom, und bin
Schnell wieder hierher geeilet.
Auf sieben Hügeln ist Rom gebaut,
Die Tiber tut dorten fließen;
Auch hab’ ich in Rom den Papst gesehn,
Der Papst er läßt dich grüßen.
Auf meinem Rückweg sah ich Florenz,
Bin auch durch Mailand gekommen,
Und bin alsdann mit raschem Muth
Die Schweiz hinaufgeklommen.
Und als ich über die Alpen zog,
Da fing es an zu schneien,
Die blauen Seen, die lachten mich an,
Die Adler krächzen und schreien.
Und als ich auf dem Sankt-Gotthard stand,
Da hört’ ich Deutschland schnarchen;
Es schlief da unten in sanfter Huth
Von sechsunddreißig Monarchen.
In Schwaben besah ich die Dichterschul’,
Gar liebe Geschöpfchen und Tröpfchen!
Auf kleinen Kackstühlchen saßen sie dort,
Fallhütchen auf den Köpfchen.
Zu Frankfurt kam ich am Schabbes an,
Und aß dort Schalet und Klöse;
Ihr habt die beste Religion,
Auch lieb’ ich das Gänsegekröse.
In Dresden sah ich einen Hund,
Der einst gehört zu den bessern,
Doch fallen ihm jetzt die Zähne aus,
Er kann nur bellen und wässern.
Zu Weimar, dem Musenwitwensitz,
Da hört’ ich viel Klagen erheben,
Man weinte und jammerte: Goethe sei tot,
Und Eckermann sei noch am Leben!
Zu Potsdam vernahm ich ein lautes Geschrei –
Was gibt es? rief ich verwundert.
„Das ist der Gans in Berlin, der liest
Dort über das letzte Jahrhundert.“
Zu Göttingen blüht die Wissenschaft,
Doch bringt sie keine Früchte.
Ich kam dort durch in stockfinstrer Nacht,
Sah nirgendswo ein Lichte.
Zu Celle im Zuchthaus sah ich nur
Hannoveraner – O Deutsche!
Uns fehlt ein Nationalzuchthaus
Und eine gemeinsame Peitsche!
Zu Hamburg frug ich: warum so sehr
Die Straßen stinken täten?
Doch Juden und Christen versicherten mir,
Das käme von den Fleeten.
Zu Hamburg, in der guten Stadt,
Wohnt mancher schlechte Geselle;
Und als ich auf die Börse kam,
Ich glaubte, ich wär’ noch in Celle.
Zu Hamburg sah ich Altona,
Ist auch eine schöne Gegend;
Ein andermal erzähl’ ich dir,
Was mir alldort begegent.
* 中級(下記12月26日分の中ほど、”Beraubt er nicht des eignen Bruders Kind”から最後まで+下記)
Stauffacherzählt die Stimmen:
Es ist ein Mehr von zwanzig gegen zwölf!
Walther Fürst:
Wenn am bestimmten Tag die Burgen fallen,
So geben wir von einem Berg zum andern
Das Zeichen mit dem Rauch, der Landsturm wird
Aufgeboten, schnell, im Hauptort jedes Landes,
Wenn dann die Vögte sehn der Waffen Ernst,
Glaubt mir, sie werden sich des Streits begeben,
Und gern ergreifen friedliches Geleit,
Aus unsern Landesmarken zu entweichen.
Stauffacher:
Nur mit dem Gessler fürcht ich schweren Stand,
Furchtbar ist er mit Reisigen umgeben,
Nicht ohne Blut räumt er das Feld, ja selbst
Vertrieben bleibt er furchtbar noch dem Land,
Schwer ist's und fast gefährlich, ihn zu schonen. Baumgarten:
Wo's halsgefährlich ist, da stellt mich hin,
Dem Tell verdank ich mein gerettet Leben,
Gern schlag ich's in die Schanze für das Land,
Mein' Ehr hab ich beschützt, mein Herz befriedigt. Reding:
Die Zeit bringt Rat. Erwartet's in Geduld.
Man muss dem Augenblick auch was vertrauen.
- Doch seht, indes wir nächtlich hier noch tagen,
Stellt auf den höchsten Bergen schon der Morgen
Die glühnde Hochwacht aus - Kommt, lasst uns scheiden,
Eh uns des Tages Leuchten überrascht.
Walther Fürst:
Sorgt nicht, die Nacht weicht langsam aus den Tälern.
Alle haben unwillkürlich die Hüte abgenommen und betrachten mit stiller Sammlung die Morgenröte.
Rösselmann:
Bei diesem Licht, das uns zuerst begrüsst
Von allen Völkern, die tief unter uns
Schweratmend wohnen in dem Qualm der Städte,
Lasst uns den Eid des neuen Bundes schwören.
- Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern,
In keiner Not uns trennen und Gefahr.
Alle sprechen es nach mit erhobenen drei Fingern.
- Wir wollen frei sein wie die Väter waren,
Eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Wie oben.
- Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
Und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.
Wie oben. Die Landleute umarmen einander.
Stauffacher:
Jetzt gehe jeder seines Weges still
Zu seiner Freundschaft und Genoßsame,
Wer Hirt ist, wintre ruhig seine Herde,
Und werb im stillen Freunde für den Bund,
- Was noch bis dahin muss erduldet werden,
Erduldet's! Lasst die Rechnung der Tyrannen
Anwachsen, bis ein Tag die allgemeine
Und die besondre Schuld auf einmal zahlt.
Bezähme jeder die gerechte Wut,
Und spare für das Ganze seine Rache,
Denn Raub begeht am allgemeinen Gut,
Wer selbst sich hilft in seiner eignen Sache.
Indem sie zu drei verschiednen Seiten in grösster Ruhe abgehen, fällt das Orchester mit einem prachtvollen Schwung ein, die leere Szene bleibt noch eine Zeitlang offen und zeigt das Schauspiel der aufgehenden Sonne über den Eisgebirgen.
Dritter Aufzug Erste Szene
Hof vor Tells Hause. Tell ist mit der Zimmeraxt, Hedwig mit einer häuslichen Arbeit beschäftigt. Walther und Wilhelm in der Tiefe spielen mit einer kleinen Armbrust.
Walther singt:
Mit dem Pfeil, dem Bogen,
Durch Gebirg und Tal
Kommt der Schütz gezogen
Früh am Morgenstrahl.
Wie im Reich der Lüfte
König ist der Weih -
Durch Gebirg und Klüfte
Herrscht der Schütze frei.
Ihm gehört das Weite
Was sein Pfeil erreicht,
Das ist seine Beute,
Was da kreucht und fleugt.
Kommt gesprungen.
Der Strang ist mir entzwei. Mach mir ihn Vater.
Tell:
Ich nicht. Ein rechter Schütze hilft sich selbst.
Knaben entfernen sich.
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