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* 「緑陰のドイツ語輪読会」のご案内
連日の猛暑を涼しい会場でさわやかなテキストを読んでやり過ごそうと有志で思い立ち、下記のように輪読会を行うことにしました。どなたでも自由に参加できます。参加費・会場費無料、事前の申込みも不要です。
日時 8月16日(土)午後5時より2時間前後
会場(集合場所) 北生涯学習センターの一階ロビー(名古屋市北区黒川本通2-16-3 電話:052-981-3636) 地下鉄黒川駅より約5分
テキスト Lili Marleenの歌とその解説。下記がその全文です。コピーしてご参加ください。
呼掛け人 並木他(090-6592-4690)
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Am 14. Oktober 2002 ist der bekannte Komponist Norbert Schultze(1911- 2002), unter anderem Schöpfer des weltbekannten Liedes "Lili Marleen", der Märchenopern "Schwarzer Peter" und "Das kalte Herz", des Musicals "Käpt'n Bay-Bay" mit dem Evergreen "Nimm mich mit, Kapitän, auf die Reise" und unzähliger Film- und Fernsehmusiken, im Alter von 91 Jahren an seinem letzten Wohnsitz in Bad Tölz verstorben.
1. Vor der Kaserne
Vor dem großen Tor
Stand eine Laterne
Und steht sie noch davor
So woll'n wir uns da wieder seh'n
Bei der Laterne wollen wir steh'n
|: Wie einst Lili Marleen. :|
2. Unsere beide Schatten
Sah'n wie einer aus
Daß wir so lieb uns hatten
Das sah man gleich daraus
Und alle Leute soll'n es seh'n
Wenn wir bei der Laterne steh'n
|: Wie einst Lili Marleen. :|
3. Schon rief der Posten,
Sie blasen Zapfenstreich
Das kann drei Tage kosten
Kam'rad, ich komm sogleich
Da sagten wir auf Wiedersehen
Wie gerne wollt ich mit dir geh'n
|: Mit dir Lili Marleen. :|
4. Deine Schritte kennt sie,
Deinen zieren Gang
Alle Abend brennt sie,
Doch mich vergaß sie lang
Und sollte mir ein Leids gescheh'n
Wer wird bei der Laterne stehen
|: Mit dir Lili Marleen? :|
5. Aus dem stillen Raume,
Aus der Erde Grund
Hebt mich wie im Traume
Dein verliebter Mund
Wenn sich die späten Nebel drehn
Werd' ich bei der Laterne steh'n
|: Wie einst Lili Marleen. :|
(Hans Leip 1915/Norbert Schultze 1938)
Nach mehrmonatiger Tätigkeit als Aufnahmeleiter der Telefunken GmbH entschloss sich Schultze 1936, als freier Komponist für Bühne und Film sein Glück zu versuchen. In der Zeit des Nationalsozialismus lieferte Schultze eine Reihe von Kompositionen zu Soldaten- und Propagandaliedern. 1940 war Schultze auf Anraten NSDAP-Mitglied geworden, um nicht eingezogen zu werden. 1943 ehelichte er die bulgarische Schauspielerin, Sängerin und Schriftstellerin Iwa Wanja, die dem Gatten Libretti zu mehreren seiner Bühnenwerke schrieb.
Im Auftrag von Propagandaminister Joseph Goebbels (NSDAP) vertonte er Stücke wie "Von Finnland bis zum schwarzen Meer" (darin die Textzeile "Führer, befiehl, wir folgen dir", als Refrain), ...
Hans Leip (1893-1983)
Seine Sehnsucht galt dem Hafen und dem Wasser. Deswegen gab er von den Berufen, die sein Vater ausgeübt hatte, am liebsten den des Schauermanns, d.h. eines Hafenarbeiters an. Als 17-jähriger Schüler hat Hans Leip in den Ferien drei Wochen als Gehilfe des Schiffkochs eine Reise auf einem Fischdampfer mitgemacht. Dies war die einzige direkte Berührung mit der Seefahrt. Stattdessen wurde er Lehrer und gleich darauf eingezogen, als der Erste Weltkrieg ausbrach. Ein Sturz, der zu einem längeren Aufenthalt in Lazaretten und Krankenhäusern führte, befreite ihn Ende 1915 von seiner Militärpflicht. Den langen Aufenthalt nutzte er u.a. zum Schreiben des Gedichtes "Lili Marleen", das aber erst 1937 veröffentlicht wurde.
Nach dem Krieg beendete Hans Leip seine Lehrertätigkeit und widmete sich ganz dem Malen, Zeichnen und vor allem der Schriftstellerei. Den ersten großen Erfolg erzielte er mit dem Roman "Godekes Knecht", der mit dem Romanpreis der Kölnischen Zeitung ausgezeichnet wurde. Dieses Buch ist sein sprachstärkstes Werk. Im Jahr 1921 verbrachte er mit der Puppenspielerin Cläre Popp einen Sommer in Övelgönne. Dies regte ihn zu dem zauberhaften Gedicht "Muschemusch" an. Von Blankenese aus ging er nach dem Bombenangriffen 1943 in die Stadt und zeichnete Schäden und die betroffenen Menschen. Diese Zeichnungen veröffentlichte Axel Springer im Jahr 1963 unter dem Titel "Hamburg im Jahr 1943". Darin stand auch das bewegende Gedicht "Lied im Schutt", das Hans Leip unter dem Eindruck des Schreckens geschrieben hatte. Dieses Gedicht wurde schon am 3. November 1943 von der satirischen Zeitschrift "Simplicissimus" abgedruckt, ein für die damalige Zeit unerhörtes Wagnis.
In den letzten Kriegsjahren lebte Hans Leip in Tirol, kam nach dem Krieg nach Hamburg wieder zurück, um seine Vaterstadt dann am 23. März 1948 endgültig zu verlassen. Über mehrere Stationen fand er im Oktober 1954 in Früthwillen in der Schweiz seine letzte Heimat. Dort starb er am 6. Juni 1983, kurz vor seinem 90. Geburtstag.
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