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Deutsch fuer alle -09.04.11 -

 投稿者:doitsugokenメール  投稿日:2011年 3月26日(土)14時08分1秒 KHP222006164056.ppp-bb.dion.ne.jp
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  *      ドイツ語学習会 in Nagoya

一 内容・日時 一般の方・初心者歓迎
初級 4月9日(土)11時より約1.5時間
 簡単な読物: 復活祭の起源、民謡など
中級 4月9日(土)12時30分より約1.5時間
 シラーの戯曲『ウイリアム・テル』(Wilhelm Tell)を楽しく読みます。
入門 4月9日(土)14時30分より約60分
 アルファベットと発音から始めます。

一 会場 ともに、中京大学八事キャンパス(名古屋市昭和区、詳しくはお問合せ下さい)
一 講師 並木 武(元愛媛大学教授)
一 資料代 実費(500円程度、会員無料)
一 連絡先 電話:080-4222-6670(ソフトバンク)
一 主催 日本・ドイツ語圏文化交流協会
 463-0068 名古屋市守山区瀬古2-306 公団8-604

* はじめて参加される方は電話にてお申込みください。

** 古書・資料・LP・テープ・CD交換・貸借・売買のブログ:ハイネ、ドイツその他世界の文学・芸術、歴史・地理・哲学・思想、事典・辞書等 和書/原書多数:
  http://plaza.rakuten.co.jp/booksbuecher/

* 中級テキスト
Parricida:
O Rudolf! Rudolf! Königlicher Ahn!
So zieht dein Enkel ein auf deines Reiches Boden!
Tell:
So immer steigend kommt Ihr auf die Höhen
Des Gotthards. wo die ew'gen Seen sind,
Die von des Himmels Strömen selbst sich füllen.
Dort nehmt Ihr Abschied von der deutschen Erde,
Und muntern Laufs führt Euch ein andrer Strom
Ins Land Italien hinab, Euch das gelobte -

  Man hört den Kuhreihen von vielen Alphörnern geblasen.

Ich höre Stimmen. Fort.

Hedwig eilt herein:
Wo bist du Tell?
Der Vater kommt! Es nahn in frohem Zug
Die Eidgenossen alle -
Parricida verhüllt sich:
Wehe mir!
Ich darf nicht weilen bei den Glücklichen.
Tell:
Geh liebes Weib. Erfrische diesen Mann,
Belad ihn reich mit Gaben, denn sein Weg
Ist weit und keine Herberg findet er.
Eile! Sie nahn.

Hedwig:
Wer ist es?
Tell:
Forsche nicht!
Und wenn er geht, so wende deine Augen,
Dass sie nicht sehen, welchen Weg er wandelt!

  Parricida geht auf den Tell zu mit einer raschen Bewegung, dieser aber bedeutet ihn mit der Hand und geht. Wenn beide zu verschiedenen Seiten abgegangen, verändert sich der Schauplatz, und man sieht in der

 Letzten Szene

 den ganzen Talgrund vor Tells Wohnung, nebst den Anhöhen, welche ihn einschließen, mit Landleuten besetzt, welche sich zu einem Ganzen gruppieren. Andere kommen über einen hohen Steg, der über den Schächen führt, gezogen. Walther Fürst mit den beiden Knaben, Melchtal und Stauffacher kommen vorwärts, andre drängen nach; wie Tell heraustritt, empfangen ihn alle mit lautem Frohlocken.

Alle:
Es lebe Tell! der Schütz und der Erretter!

Indem sich die vordersten um den Tell drängen und ihn umarmen, erscheinen noch Rudenz und Berta, jener die Landleute, diese die Hedwig umarmend. Die Musik vom Berge begleitet diese stumme Szene. Wenn sie geendigt, tritt Berta in die Mitte des Volks.

Berta:
Landleute! Eidgenossen! Nehmt mich auf
In euern Bund, die erste Glückliche,
Die Schutz gefunden in der Freiheit Land.
In eure tapfre Hand leg ich mein Recht,
Wollt ihr als eure Bürgerin mich schützen?

Landleute:
Das wollen wir mit Gut und Blut.

Berta:
Wohlan!
So reich ich diesem Jüngling meine Rechte,
Die freie Schweizerin dem freien Mann!

Rudenz:
Und frei erklär ich alle meine Knechte.

Indem die Musik von neuem rasch einfällt, fällt der Vorhang.

***
Herrn K.s Lieblingstier
Als Herr K. gefragt wurde, welches Tier er vor allen schätze, nannte er den Elefanten und begründete dies so: Der Elefant vereint List mit Stärke. Das ist nicht die kümerliche List, die ausreicht, einer Nachstellung zu entgehen oder ein Essen zu ergattern, indem man nicht auffällt, sondern die List, welcher die Stärke für große Unternehmungen zur Verfügung steht. Wo dieses Tier war, führt eine breite Spur. Dennoch ist es gutmütig, es versteht Spaß. Es ist ein guter Freund, wie es ein guter Feind ist. Sehr groß und schwer, ist es doch auch sehr schnell. Sein Rüssel führt einem enormen Körper auch die kleinsten Speisen zu, auch Nüsse. Seine Ohren sind verstellbar: Er hört nur, was ihm paßt. Er wird auch sehr alt. Er ist auch gesellig, und dies nicht nur zu Elefanten. Überall ist er sowohl beliebt als auch gefürchtet. Eine gewisse Komik macht es möglich, daß er sogar verehrt werden kann. Er hat eine dicke Haut, darin zerbrechen die Messer; aber sein Gemüt ist zart. Er kann traurig werden. Er kann zornig werden. Er tanzt gern. Er stirbt im Dickicht. Er ist grau und fällt nur durch seine Masse auf. Er ist nicht eßbar. Er kann gut arbeiten. Er trinkt gern und wird fröhlich. Er tut etwas für die Kunst: Er liefert Elfenbein.

Wenn Herr K. einen Menschen liebte
"Was tun Sie", wurde Herr K. gefragt, "wenn Sie einen Menschen lieben?" "Ich mache einen Entwurf von ihm", sagte Herr K., "und sorge, daß er ihm ähnlich wird." "Wer? Der Entwurf?" "Nein", sagte Herr K., "der Mensch."
 
 
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